Von Phnom Pénh nach Laos

Sarath, unser Fahrer, spricht Deutsch! Er hat Anfang der 1990er Jahre vier Jahre lang mit Deutschen für die UNO gearbeitet, war in der Zeit Fahrer und hat sich die Sprache angeeignet, um als Übersetzer fungieren zu können.

Da aufgrund fehlender Beleuchtung an Fahrzeugen und zahlreichen Tieren auf der Straße das Fahren im Dunkeln eine Gefahr darstellt, übernachten wir in Tbaeng Meau Chey, um am nächsten Morgen zur laotischen Grenze aufzubrechen.

Typische Pfahlbauten am Mekong

Typische Pfahlbauten am Mekong

In Stung Treng überqueren wir den Mekong mit einer Fähre.

Fähr-Auffahrt mit unserem Leihwagen

Fähr-Auffahrt mit unserem Leihwagen

Sarath, unser 47jähriger Fahrer

Sarath, unser 47jähriger Fahrer

Fährmann bei seiner Arbeit, im Vordergrund der Motor, der die Fähre antreibt

Fährmann bei seiner Arbeit, im Vordergrund der Motor, der die Fähre antreibt

Von Stung Treng zur Grenze nach Laos wird die Straße immer schlechter. Inzwischen fehlt die Asphaltdecke völlig, und Sarath erklärt uns, dass es an den vielfach überladenen Lkw liegt, um so Kosten zu sparen.

Ende der Fahrt mit unserem Leihwagen

Ende der Fahrt mit unserem Leihwagen

Vor uns in einem weiteren Schlammloch werden von einem Kleinlastwagen, der sich festgefahren hat, Güter abgeladen, damit der Fahrer den Laster freibekommt. Hier endet unsere Fahrt mit dem Leihwagen, denn man bräuchte ein allradangetriebenes Fahrzeug, um weiterfahren zu können. Wir drehen, und nach einer Weile hält Sarath, springt aus dem Auto und stoppt ein Minivan-Taxi, das zur Grenze fährt. Unser Gepäck wird hinten am Bus festgebunden, wir zahlen unseren Obulus und quetschen uns zwischen all die Einheimischen, die bei weit geöffneten Fenstern in dem vollgestopften Bus unterwegs sind. Ab und zu hält der Bus und Leute steigen aus, sodass die Fahrt erträglicher wird.

Im Minibus zur Grenze

Im Minibus zur Grenze

Kambodschanisch-laotische Grenze

Kambodschanisch-laotische Grenze

Das Laos-Visum kostet dreißig Dollar, und da Wochenende ist, erhebt man kurzerhand eine Gebühr für den Stempel! Von anderen Reisenden hören wir, dass manchmal auch gebührenpflichtig die Körpertemperatur gemessen oder das Körpergewicht festgestellt wird … – gegen einen Dollar, versteht sich!

An der Grenze begegnen wir einem italienischen Ehepaar und einem Kanadier, die ein Ticket für die Weiterfahrt mit einem Tuk-Tuk haben. Ein geschäftstüchtiger „Vermittler“ offeriert uns einen Platz im Tuk-Tuk für 35 Dollar! Weit und breit ist keine andere Fahrgelegenheit zu sehen, und Katrin bietet ihm 20 Dollar an, andernfalls würden wir ein anderes Tuk-Tuk nehmen (woher, bleibt aber unklar). Wir drücken ihm einen Schein in die Hand und steigen ein, und siehe da, es klappt!

Im Süden Laos‘ erweitert sich der Mekong auf 14 Kilometer Breite und umschließt hier unzählige Inseln, die teils in der Regenzeit, die wir gerade haben, überflutet sind: das Gebiet heißt Si Phan Don – 4000 Inseln.

Unser Ziel ist die 16 Kilometer lange und acht Kilometer breite Insel Don Khong, von deren Bootsanlegerstelle wir den Wat Kan Khong mit seiner großen goldenen Buddhastatue sehen.

Per Boot nach Don Khong

Per Boot nach Don Khong

Wat Kan Khong mit seiner großen goldenen Buddha-Statue

Wat Kan Khong mit seiner großen goldenen Buddha-Statue

Links unsere Unterkunft auf Don Khong

Links unsere Unterkunft auf Don Khong

Mekong-Blick von unserem Guesthouse auf Don Khong

Mekong-Blick von unserem Guesthouse auf Don Khong

Für den nächsten Tag haben wir gemeinsam mit Sonia und Danico, dem italienischen Paar und vier anderen Leuten, die wir noch nicht kennen, ein Boot für die Rundfahrt durch die zahllosen Inseln gebucht.

Ablegen von Don Khong

Ablegen von Don Khong

Auf der 4000-Islands-Tour

Auf der 4000-Islands-Tour

Wasserbüffel auf einer der Inseln

Wasserbüffel auf einer der Inseln

Landgang auf den Inseln Don Khon und Don Det

Landgang auf den Inseln Don Khon und Don Det

Reispflanzen

Reispflanzen

Das tropische Monsunklima teilt das Jahr in zwei deutlich abgegrenzte Jahreszeiten. Während der Sommermonate entsteht der Südwestmonsun über dem Indischen Ozean und bringt von Juni bis September/Oktober die Regenzeit, deren Wassermengen die Reisfelder bewässern und die Wasserspeicher füllen. In den Wintermonaten bildet sich über Sibirien der Nordostmonsun, weht über China und bringt Kambodscha und Laos die Trockenzeit. Die Felder müssen dann für eine zweite Ernte künstlich bewässert werden.

Gräber mit der Asche der Toten

Gräber mit der Asche der Toten

Termitenbau

Termitenbau

Kochstelle

Kochstelle

Ausgebrannte Kolonialschule

Ausgebrannte Kolonialschule

Die Stromschnellen liegen in einem eintrittspflichtigen Park

Die Stromschnellen liegen in einem eintrittspflichtigen Park

An den Mekong-Stromschnellen

An den Mekong-Stromschnellen

Unser Bootsmann fragt unser Interesse am Besuch der Mekong-Wasserfälle ab. Katrin und ich sind die einzigen, die sie sehen wollen. In seinem gebrochenen „Frenglisch“ erklärt er uns, dass wir trotz dieses recht großen Abstechers gemeinsam mit den anderen der Gruppe mit dem Boot nach Don Khong zurückfahren werden. Wir zweifeln daran und verabschieden uns von Sonia und Danico sowie von der korsischen Familie, die zurzeit in Dubai lebt, und nehmen ein Tuk-Tuk zu dem Wasserfall.

Tuk-Tuk zum Wasserfall

Tuk-Tuk zum Wasserfall

Der beeindruckende Khon Phapheng-Wasserfall – Getöse des Mekong – ist einer der größten Wasserfälle Asiens. Ein Arm des Mekong stürzt hier nahe dem Ostufer 18 Meter in die Tiefe, ein anderer tost im Westen.

Am Khon Phapheng-Wasserfall

Am Khon Phapheng-Wasserfall

Khon Phapheng-Wasserfall

Khon Phapheng-Wasserfall

Unser Tuk-Tuk-Fahrer bringt uns zu einem unbekannten Dorf, dessen Straßen wir eigentlich nicht ohne Not betreten hätten. Da unser Bootsmann aber mit uns geht, wird das schon seine Richtigkeit haben.

Gasse mit Unrat und Gestank

Gasse mit Unrat und Gestank

Nach einer Biegung treffen wir auf unsere Mitreisenden, die hier offenbar eine Stunde lang auf uns gewartet haben: Unser schlechtes Gewissen plagt uns, und wir beschließen, zurück auf „unserer“  Insel Don Khong einen auszugeben.

Trotz längeren Wartens haben unsere Mitreisenden gute Laune

Trotz längeren Wartens haben unsere Mitreisenden gute Laune

Auf dem Rückweg

Auf dem Rückweg

Rückfahrt auf dem Mekong

Rückfahrt auf dem Mekong

Entspannte Atmosphäre  beim gemeinsamen Umtrunk mit netten Leuten am Ende des Tages

Entspannte Atmosphäre beim gemeinsamen Umtrunk mit netten Leuten am Ende des Tages

Wir verabschieden uns von unseren Mitreisenden, denn am nächsten Tag werden wir nach Kambodscha zurückfahren.

Vollmond über dem Mekong

Vollmond über dem Mekong

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

28 + = 35