Ko Tao เกาะเต่า

Bangkok liegt zwei Tage hinter mir, als ich in Cha-Am auf Uwe Cramer treffe, der mit seiner  Frau Nid hier verweilt. Morgen werden sie mit dem Auto unterwegs sein, um das Nachtschiff nach Ko Tao zu nehmen, wo sie zu Hause sind. Das Angebot mitzufahren lehne ich dankend ab.

Ich begegne Uwe; er verbringt seinen Urlaub hier

Ich begegne Uwe; er verbringt seinen Urlaub hier

Am Meer entlang

Am Meer entlang

Ich fahre fünfzig Kilometer lang nur im Nassen, durch Kokospalmenhaine und am Wasser entlang, und es ist wunderschön trotz des Regens. Es gibt nur wenig Tourismus und ganz tolle Strände.

Nach knapp 15.000 Tourenkilometern habe ich meinen allerersten Speichenbruch.

Erster Speichenbruch

Erster Speichenbruch

Fischerboote mit Vorrichtung für Fangnetze

Fischerboote mit Vorrichtung für Fangnetze

Flussmündung

Flussmündung

In Chumphon angekommen besorge ich gleich abends noch ein Ticket für die Fähre nach Ko Tao. Ich kaufe es bei einem Mann, den ich am Bahnhof antreffe, und die 700 Baht beinhalten angeblich auch die Fahrt mit dem Bus zum Hafen.
Morgens im sechs bin ich wieder am Bahnhof, und tatsächlich steht dort der Bus zum Beladen bereit. Die Fahrt mit der Fähre dauert zwei Stunden.

Auf der Fähre nach Ko Tao

Auf der Fähre nach Ko Tao

Der schnelle Katamaran nach Ko Tao nimmt leider keine Fahrräder an Bord

Der schnelle Katamaran nach Ko Tao nimmt leider keine Fahrräder an Bord

Ko Tao ist die drittgrößte Insel von etwa 60 Inseln des Samui Archipels.
Der Name Ko Tao bedeutet „Schildkröteninsel“ und erinnert an eine Zeit, als die Insel noch von zahlreichen Meeresschildkröten besiedelt war. Heute werden auf der Insel wieder Schildkröten und Muscheln großgezogen, die später an den Riffen ausgesetzt werden.
Von 1933 bis 1947 war Ko Tao wegen der recht großen Entfernung zum Festland Gefängnisinsel, vor allem für politische Gefangene.
Nachdem Menschen begannen das Land zu kultivieren, kamen ab Mitte der 1980er-Jahre zu den bis dahin einzigen Bewohnern auch erste Urlaubsgäste hinzu. Insbesondere Taucher wurden von der reichhaltigen Unterwasserwelt in der Umgebung der Insel angelockt.

Tauchgrund bei Ko Tao

Tauchgrund bei Ko Tao

Auf Ko Tao melde ich mich für einen Tauchlehrgang an, denn mein Tauchschein stammt aus Australien während meiner Studentenzeiten … . Der theoretischen Prüfung folgt die praktische, und danach tauchen wir ab in eine wunderbare Unterwasserwelt!

Neben mir Martin aus Deutschland und der Tauchlehrer, der aus Südafrika kommt

Neben mir Martin aus Deutschland und der Tauchlehrer, der aus Südafrika kommt

Die Bootsfahrt ist nicht so ruhig, als dass der Magen aufs Rebellieren verzichtet ...

Die Bootsfahrt ist nicht so ruhig, als dass der Magen aufs Rebellieren verzichtet …

Sprung ins Wasser

Sprung ins Wasser

Ohne mich loben zu wollen – hier sieht man eine vorbildliche Haltung: zwei Finger der rechten Hand liegen an der Maske, der Daumen am Mundstück, während die linke Hand den Bleigürtel sichert.

Die vielen folgenden Fotos sind meiner großen Begeisterung für diese Tauchgänge geschuldet …

3D like

3D like

Alles in Ordnung

Alles in Ordnung

Falterfisch

Falterfisch

Fischschwarm an Korallen

Fischschwarm an Korallen

Weiße Seegurke

Weiße Seegurke

Seegurken fallen mit ihrem bis zu zwei Meter langen walzenförmigem Körpern als Meeresbewohner besonders dann auf, wenn sie so hell sind wie diese. Der muskulöse, längliche Körper hat am Vorderende eine Mundöffnung, die von Tentakeln umgeben ist.

Vorsichtiges Berühren der Korallen

Vorsichtiges Berühren der Korallen

Korallen sind trotz ihres oft floralen Aussehens keine Pflanzen, sondern fest sitzende, koloniebildende Nesseltiere. Korallen kommen ausschließlich im Meer vor, insbesondere im Tropengürtel.
Man unterscheidet zwischen Weichkorallen und Steinkorallen. Steinkorallen bilden durch Einlagerungen von Kalk Skelette, durch die Korallenbänke oder ein Korallenriff entstehen, denn totes Skelettmaterial wird fortwährend von lebendigem Gewebe überwuchert.
Korallen sind Filtrierer – sie ernähren sich auch durch das Herausfiltern von Mikroplankton, Nährstoffen und Spurenelementen aus dem strömungsreichen Meerwasser.
Viele in Nähe der Wasseroberfläche lebende Korallen ernähren sich zum größeren Teil durch Symbiosealgen,  die in  Polypenzellen eingelagert sind und die intensiven Farben im lebendigen Gewebe der Koralle verursachen.

Zebrafische an Korallen

Zebrafische an Korallen

Vielfältige Unterwasserwelt

Vielfältige Unterwasserwelt

Drückerfisch

Drückerfisch

Angriffslustiger Drückerfisch

Angriffslustiger Drückerfisch

Ich stelle die Schwimmflossen hochkant, sodass dieser Drückerfisch mich nicht angreifen kann. Seine Bisse sollte man nämlich besser vermeiden.

Kurzzeitig ohne Mundstück

Kurzzeitig ohne Mundstück

Zebrafische an Korallen

Zebrafische an Korallen

Durch Felsen hindurch tauchen

Durch Felsen hindurch tauchen

Ein weiterer unbekannter Fisch

Ein weiterer unbekannter Fisch

Nesselbesetzte Röhren einer Seeanemonenart, die man besser nicht berührt

Nesselbesetzte Röhren einer Seeanemonenart, die man besser nicht berührt

Fische an farbenprächtigen Korallen

Fische an farbenprächtigen Korallen

Farbenprächtiges Korallenriff

Farbenprächtiges Korallenriff

Diese farbenfrohen Korallenbewohner reagieren bei leichtem Wedeln mit der Hand, indem sie sich einziehen und dann nicht mehr zu sehen sind – fantastisch!

Muräne

Muräne

Besonders häufig findet man Muränen in tropischen Korallenriffen. Sie werden 17 Zentimeter bis vier Meter lang und haben einen muskulösen Körper. Die Haut ist schuppenlos; sie ist von einer dicken, an der Luft klebrigen Schleimschicht überzogen, die die Tiere vor scharfkantigen Felsen oder Korallen vor Verletzungen schützt.
Die Maulspalte der Muränen ist tief, reicht bis weit hinter das Auge und ist mit zahlreichen Zähnen besetzt. Sie haben vier Nasenlöcher und verfügen über einen ausgezeichneten Geruchssinn; dafür sehen sie sehr schlecht.
Alle Muränen sind Raubfische und ernähren sich ausschließlich von Fleisch. Mit diesem Wissen reize ich das Viech besser nicht zu sehr!

[Hier folgen Video 2649, 2653, 2656]

Welch bleibende Eindrücke die Tauchgänge hinterlassen! Nach vier erlebnisreichen Tagen verlasse ich diese schöne Insel.

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