Cycling & diving in Queensland

Zuckerrohr-Plantagen

Zuckerrohr-Plantagen

Fast überall in Queensland sieht man die riesigen Zuckerrohrgräser wachsen, immer in unterschiedlichen Entwicklungsstadien.
Das feuchtheiße Klima bietet optimale Bedingungen für den Zuckerrohr, der fast über das ganze Jahr verteilt immer angebaut werden kann. So sieht man riesige Felder, die zu unterschiedlichen Zeiten angepflanzt wurden, um die Ernte zeitmäßig bewältigen zu können. Die Ernte beginnt im Juli und hört erst Mitte Dezember auf. Die Zuckerrohrpflanzen benötigen 12 bis 16 Monate um heranzureifen, und sie können bis zu vier Meter hoch werden.

Zuckerrohrmühle

Zuckerrohrmühle

In einer Zuckermühle zermahlen große Schredder und Walzen das Zuckerrohr und pressen den Zuckersaft aus den Fasern. Der Rückstand, die Bagasse, wird getrocknet und als Brennstoff für den Betrieb der Mühle genutzt.
Die Unreinheiten im Zuckersaft werden entfernt, eine geklärte Flüssigkeit bleibt zurück. Die Unreinheiten – Schlamm –  werden als Düngemittel verwendet. Ein weiteres Nebenprodukt, die Melasse, wird dem Viehfutter beigemischt oder als Rohstoff bei der Destillation von Rum und Industriealkohol eingesetzt. Es ist beeindruckend, wie vielseitig verwendbar Zuckerrohr ist und wie wirtschaftlich so eine Mühle arbeitet.
Durch Verdampfung des überschüssigen Wassers wird die Flüssigkeit zu einem Sirup eingedickt, der mit winzigen Zuckerkristallen geimpft wird. Die Kristalle wachsen, bis sie die richtige Größe erreichen. Dann werden sie aus der Mixtur entfernt und getrocknet. Man erhält rohen braunen Zucker. Durch weiteres Raffinieren wird aus diesem rohen Zucker feiner, gereinigter weißer Zucker.

Queensland Rockmelon unterwegs

Queensland Rockmelon unterwegs

Kamele

Kamele

Die ersten Kamele wurden von Engländern in den 1840er Jahren als Lastentiere zur Erkundung des Landes nach Australien gebracht; für die Erschließung des trockenen Inneren Kontinentes boten sich die Kamele dank ihrer Fähigkeit zur Anpassung an extreme Lebensräume an.
Kamele waren vor dieser Zeit in Australien nicht heimisch. Als in den 1920er Jahren Eisenbahn und Lastkraftwagen die Transporte übernahmen, wurden die Tiere in die Freiheit entlassen. Mangels natürlicher Feinde konnten sie sich ungestört vermehren. Um der daraus resultierenden Bedrohung der Tierwelt und der Landschaften Australiens zu begegnen, wurden ab 2009 über vier Jahr insgesamt 160.000 Tiere von Scharfschützen aus Hubschraubern abgeschossen; weitere 100.000 Tiere sollen in dieser Zeit einer Dürre zum Opfer gefallen sein. Der verbliebene Bestand wird auf etwa eine halbe Million Tiere geschätzt, wovon 25 Prozent das westliche Queensland bevölkern.

Hafen von Airlie Beach

Hafen von Airlie Beach

Airlie Beach mit seinen 2800 Einwohnern ist ein Touristenzentrum. Es liegt zwischen Cairns und Brisbane. Von hier aus gelange ich zu den Whitsunday Islands.

Fahrt zu den Whitsunday Islands zum Tauchen

Fahrt zu den Whitsunday Islands zum Tauchen

Spaziergang auf der Hauptinsel der Whitsunday Islands

Spaziergang auf der Hauptinsel der Whitsunday Islands

Von den 74 Whitsunday Islands haben die meisten Nationalparkstatus, 17 Inseln sind bewohnt.
Die Whitsunday Islands sind Teil der Great Barrier Reef World Heritage Area.
Ursprünglich waren die Inseln ein vulkanisch geformtes Gebirge und gehörten zum Festland. Vor 50.000 Jahren, am Ende der letzten Eiszeit, schmolzen die Pole und hoben den Meeresspiegel an. Dadurch wurde das Gebirge vom Festland getrennt. Die höchsten Bergspitzen bilden heute die Whitsunday Islands.
Das Wasser hat das ganze Jahr über 20 bis 24 Grad. Die Lufttemperatur kann im Juli und August, also im Winter, schon mal bis auf sieben Grad fallen, aber zurzeit haben wir mehr als 25 Grad.

Blick von Anhöhe auf den Whitehaven Beach

Blick von Anhöhe auf den Whitehaven Beach

Der Whitehaven Beach der größten Insel der Whitsunday Islands ist ein sieben Kilometer langer Strand, der mit einem Quarzgehalt von 99,7 Prozent als weißester Strand der Welt gilt. Der Sand speichert die Hitze nicht, sodass ich dort barfuß laufen kann.

Wie mit Aquarellfarben gemalt wirken die weißen Strände und das  blaugrüne Wasser der Whitsunday Islands

Wie mit Aquarellfarben gemalt wirken die weißen Strände und das blaugrüne Wasser der Whitsunday Islands

Lizzard frisst ein schon im Verwesungsprozess befindliches Wallaby

Lizzard frisst ein schon im Verwesungsprozess befindliches Wallaby

Warten auf die Schlauchboote

Warten auf die Schlauchboote

Das Ankern ist in Ufernähe nicht erlaubt, sodass wir mit Schlauchbooten zu unseren Motorbooten gebracht werden.

Neben mir Francis, mein Buddy und der Captain mit gelbem Hut

Neben mir Francis, mein Buddy und der Captain mit gelbem Hut

Tarierjackets - Westen mit Druckluftflasche

Tarierjackets – Westen mit Druckluftflasche

Die Tarierwesten gehören zu unserer Tauchausrüstung. Durch Einblasen oder Ablassen von Luft kann ich beim Tauchen in jeder Tiefe meinen Auftrieb genau regulieren und austarieren. Die Tarierweste dient zudem als Tragegestell für die Druckluftflasche. An der Wasseroberfläche hilft die aufgeblasene Tarierweste, ohne großen Aufwand über Wasser zu bleiben.

Ich mache zwei Tauchgänge, aber leider gibt es diesmal keine Unterwasserkamera. Ein etwa anderthalb Meter im Durchmesser großer Fantail Ray schwimmt unmittelbar an mir vorbei, ein Rochen, dessen kurzer Schwanz mit einem kräftigen Stachel versehen ist, den man tunlichst meiden sollte.

Rückfahrt nach Airlie Beach

Rückfahrt nach Airlie Beach

Zwei Tage später gelange ich nach Mackay, eine Stadt mit knapp170.000 Einwohnern. Hier werden mehr als ein Drittel des australischen Zuckers produziert, deshalb wird die Stadt auch „Zuckerhauptstadt von Australien“ genannt.

Papagei unten im Bild

Papagei unten im Bild

Die Papageien geben tagsüber ein wunderschönes, farbenprächtiges Bild ab, aber vor Beginn der Dämmerung machen sie mächtig Spektakel, bis es dunkel wird.

Ein Baum voller kreischender Papageien

Ein Baum voller kreischender Papageien

Mein Flieger nach Neuseeland geht Mitte Dezember ab Sydney, und ich habe noch 1800 Kilometer vor mir. Das schaffe ich in der kurzen Zeit nicht per Rad, sodass ich in Mackay in den Zug steige und die nächsten 500 Kilometer bis Miriam Vale fahre.

Ankunft in Miriam Vale nachts um drei

Ankunft in Miriam Vale nachts um drei

Eigentlich will ich noch zwei, drei Stunden schlafen, aber die Bank mit ihrer Lehne in der Mitte läd nicht gerade dazu ein. Als ich Fahrrad und Gepäck schließlich startklar habe, wird es hell, und so beschließe ich, in aller Herrgottsfrühe loszufahren.

Kängurus überqueren in der Morgendämmerung die Straße

Kängurus überqueren in der Morgendämmerung die Straße

1770 heißt das Dorf auf der Halbinsel an der Bustard Bay im Korallenmeer. Der Ort liegt an einer Stelle, an der James Cook mit seiner Mannschaft der Endeavour am 24. Mai 1770 landete. Die Landungsstelle liegt heute an dem kleinen Jachthafen und ist mit einem Erinnerungsmal gekennzeichnet.

Erinnerungsmal an die Landung von James Cook im Jahre 1770

Erinnerungsmal an die Landung von James Cook im Jahre 1770

Angeblich ist das Dorf weltweit der einzige Ort, dessen Name nur aus Ziffern und nicht aus Buchstaben besteht. Heute ist 1770 ein Touristenziel. Es gibt unter anderem Angebote für Tagesausflüge mit dem Flugzeug oder Schiff zum Great Barrier Reef.
Obwohl sich der Ort den Namen mit der Zahl 1770 gegeben hat, wurde dies nicht von allen Seiten akzeptiert. So wird er in einigen Verzeichnissen Seventeen Seventy geschrieben.

Strandabschnitt

Strandabschnitt

Abendstimmung in 1770

Abendstimmung in 1770

Wunderschön

Wunderschön

Am nächsten Tag fahre ich mit einem Schiff zur Lady Musgrave Island; das ist eine kleine unbewohnte Koralleninsel. Zusammen mit der Lady Elliot Island bildet sie das südliche Ende des Great Barrier Reef.

Lady Musgrave Island

Lady Musgrave Island

Die Insel ist dicht bewaldet und von zahlreichen Vögeln besiedelt; in der Lagune leben einige große Schildkröten.
Die Unterwasserwelt der Lady Musgrave Island ist genauso faszinierend wie die Welt über dem Meeresspiegel, wenn nicht sogar interessanter. In den riesigen Korallenriffen kommen sehr seltene Fische in großer Zahl vor, und deshalb werde ich auch hier zwei Tauchgänge unternehmen.

Mit einem schnellen Schiff überwinden wir die Entfernung vom Festland zur Insel.
Da diese mit ihrem tropischen Klima unter Naturschutz steht, darf sie nur in kleinen Besuchergruppen betreten werden.

Leckeres Bufett an Bord des Schiffes

Leckeres Bufett an Bord des Schiffes

Aufsicht für die Schnorchler

Aufsicht für die Schnorchler

Leider hat auch diesmal niemand eine Kamera für’s Tauchen dabei.

Pause nach dem ersten Tauchgang

Pause nach dem ersten Tauchgang

Was für ein fantastischer Tauchgrund! Neben zahllosen farbenfrohen Fischen sehe ich Mantarochen, die majestätisch um die Korallenstöcke gleiten und große Meeresschildkröten, die von November bis März ihre Eier am Strand ablegen und zubuddeln.

Angefütterte Fische für die Schnorchler

Angefütterte Fische für die Schnorchler

Die Unterwasserwelt am Great Barrier Reef ist nach wie vor absolut überwältigend!

Ein Gedanke zu „Cycling & diving in Queensland

  1. Christian

    Aloha Frank,
    ganz klar hier kommt der Neid auf. Du hast gerade die Gelegenheit all das zu sehen wozu ich mitte des Jahres nicht gekommen bin. Es ist wirklich schade dass Du keine Unterwasserkamera hast, ich werde mir vor meinen nächsten Tauchgängen auf jeden Fall eine besorgen.
    Wie funktioniert es mit der Hitze, hast Du Dich langsam dran gewöhnt?
    Ich hoffe Du schaffst es noch einen Wombat zu sehen.

    Liebe Grüße aus München
    Chris

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