Neuseelands Nordinsel (3) – Bay of Plenty & Hawke Bay

Whakatane liegt direkt an der Bay of Plenty, die als eines der ersten Siedlungsgebiete der Māori in Neuseeland gilt. Wir übernachten so nah am Meer, dass nachts die Brandung zu hören ist.

Frühstücken im Sonnenschein

Frühstücken im Sonnenschein

Das wirklich kalte Wasser verhindert letztlich ein morgendliches Bad

Das wirklich kalte Wasser verhindert letztlich ein morgendliches Bad

Strand von Whakatane

Strand von Whakatane

Neuseeland ist ein dünn besiedeltes Land, und man sagt, dass die Ansammlung von fünf „Kiwis“ als Menschenauflauf und ein fünf Kilometer langer Strand mit mehr als zehn Menschen als „crowded“ gilt …

Schaftrieb mit drei Hunden und Pkw

Schaftrieb mit drei Hunden und Pkw

Stopp an einer Erdbeerplantage

Stopp an einer Erdbeerplantage

Der Boden ist fruchtbar, und es gibt zahlreiche Obstplantagen. Wir können nicht widerstehen und decken uns mit frisch gepflückten Erdbeeren ein.

Zwischen Wairoa und Napier stoppen wir bei den Tangoio Falls. Das WoMo parken wir auf einem einsamen Parkplatz. Wir werden etwa zwei Stunden zu Fuß unterwegs sein, ohne ein ungutes Gefühl wegen all unserer Sachen im abgestellten Fahrzeug haben zu müssen.

Der Weg zum Tangoio Wasserfall führt über eine wackelige Hängebrücke ...

Der Weg zum Tangoio Wasserfall führt über eine wackelige Hängebrücke …

... die ich gut zum Schaukeln bringe, sodass Katrin sich festhält

… die ich gut zum Schaukeln bringe, sodass Katrin sich festhält

Tangoio Falls

Tangoio Falls

In dem Becken, in welches das Wasser hinunterstürzt, entdecken wir einen Langflossenaal, eine Art, die es nur in Neuseeland gibt. Wir beobachten ihn staunend, und so verschwindet er leider, ohne dass wir ein Foto gemacht haben.

Es geht zurück zum State Highway 2 Richtung Napier.

Das wenig genutzte Schienennetz kommt in der Regel ohne Schranken zurecht

Das wenig genutzte Schienennetz kommt in der Regel ohne Schranken zurecht

Napier wird auch als „Art-Déco-Hauptstadt der Welt“ bezeichnet. Die Stadt wurde 1931 durch ein verheerendes Erdbeben und das darauf folgende Großfeuer fast vollständig zerstört. Man ließ aber nicht lange den Kopf hängen und baute die gesamte Stadt in nur zwei Jahren nach dem damals modernen Art-Déco Stil wieder auf. Neben den eher gradlinig aufstrebenden Formen des Art-Déco Stils flossen auch Elemente des Spanish Mission Style ein. Beide Stilrichtungen stammen aus Nordamerika. Beim Wiederaufbau verzichtete man allerdings weitgehend auf Holz als Baustoff und achtete wegen der weiterhin bestehenden Erdbebengefahr darauf, dass kein Haus höher als zwei Stockwerke gebaut wurde.

Art-Déco-Stil

Art-Déco-Stil

Zweigeschossiges Gebäude

Zweigeschossiges Gebäude

Dieses historische Gebäude von 1860 überstand das Erdbeben und bietet heute in vier Gästezimmern Übernachtungsmöglichkeiten

Dieses historische Gebäude von 1860 überstand das Erdbeben und bietet heute in vier Gästezimmern Übernachtungsmöglichkeiten

Wohnhaus an der Marine Parade, die nach dem Erdbeben mit dem Schutt der Ruinen aufgeschüttet worden ist

Wohnhaus an der Marine Parade, die nach dem Erdbeben mit dem Schutt der Ruinen aufgeschüttet worden ist

"Christmas tree" in der Marine Parade

„Christmas tree“ in der Marine Parade

A & B Building in Napier

A & B Building in Napier

Im Norden Neuseelands gibt es noch Wildpferde, und auf dem Weg gen Süden bekommen wir tatsächlich einige zu Gesicht, wenn auch in ziemlicher Entfernung.

Wildperde-Wechsel

Wildperde-Wechsel

Kaimanawa Wildpferde

Kaimanawa Wildpferde

Durch den Einfluss vieler verschiedener Pferderassen ist das heutige Kaimanawa Wildpferd entstanden. Die nach dem Kaimanawa Gebirge benannten Tiere sind aber nicht völlig frei, denn einmal im Jahr organisiert das Department of Conversation eine Herdenzählung. Hierfür fliegen Hubschrauber in das Gebiet und spüren die wilden Pferde per GPS auf. Danach werden sie unter Überwachung eines Tierarztes in abgesperrten Wiesen zusammengetrieben und gezählt. So werden jährlich 140 Pferde aussortiert. Finden Sie einen neuen Besitzer, so werden die Tiere in ihr neues Zuhause gebracht, was dem Wildpferdeverein in mehr als 600 Fällen bereits gelang. Andernfalls kommen sie zum Schlachter, was verständlicherweise unter allen Umständen versucht wird zu verhindern.

Grundsätzlich dürfen nicht mehr als 300 Tiere in der freien Wildbahn leben, da ansonsten eine natürliche Versorgung und ausreichend Platz nicht mehr gewährleistet werden kann. Man will so die einmalige Landschaft mitsamt ihrer Artenvielfalt vor dem Abgrasen und der Verwüstung bewahren.

Ein inzwischen vertrautes Bild: Schafe und Kühe

Ein inzwischen vertrautes Bild: Schafe und Kühe

Der längste Name eines Ortes in englischsprachigen Ländern

Der längste Name eines Ortes in englischsprachigen Ländern

Taumatawhakatangihangakoauauotamateaturipukakapikimaungahoronukupokaiwhenuakitanatahu ist der Māori Name für einen Berg und angeblich der längste englische Name eines Ortes.

Weitläufiges Weideland mit Wasserstellen

Weitläufiges Weideland mit Wasserstellen

Manawatu Gorge

Manawatu Gorge

Die Manawatu Gorge heißt in der Sprache der Māori Te Apiti – schmale Passage – und ist eine Schlucht, welche die Regionen Manawatu und Hawke’s Bay verbindet. Der State Highway 3 an der Südseite der Schlucht wurde 1872 fertiggestellt. Er ist eine Hauptverbindung zwischen den beiden Küsten im Südteil der Nordinsel und wird gelegentlich durch Bergrutsche blockiert. Die Schienenverbindung Palmerston North – Gisborne auf der Nordseite der Schlucht wurde 1891 fertiggestellt; auf dem Bild ist eine Tunneleinfahrt zu sehen.

In Woodville stehen wir nachts allein auf einem Sportplatz ...

In Woodville stehen wir nachts allein auf einem Sportplatz …

... in der Nachbarschaft nur einige Icebreaker-Zulieferer

… in der Nachbarschaft nur einige Icebreaker-Zulieferer

Die kräftige Brise, die hier weht, wird zur Energiegewinnung genutzt

Die kräftige Brise, die hier weht, wird zur Energiegewinnung genutzt

Mehr als 30 Meter hoher Totara

Mehr als 30 Meter hoher Totara

Totara ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Steineiben, in Neuseeland heimisch: ein  langsamwüchsiger, immergrüner Baum, der für seine Langlebigkeit und seinen großen Stammumfang bekannt ist. Hier im Regenwald werden einige der Äste dieses uralten Baumes von anderen Pflanzen überwuchert.

Milchkühe auf dem Weg zum Stall

Milchkühe auf dem Weg zum Stall

Nur einmal erleben wir, dass das Milchvieh zum Melken nach Hause getrieben wird. In Neuseeland ist es üblich, dass der Weg von der Weide zum Stall den Highway unterquert, und die Kühe folgen dem Leittier abends selbstständig in einer langen Schlange durch den Tunnel unter der Straße hindurch zum Stall.

Leider sehen wir nur ein Hinweisschild auf Neuseelands Nationalsymbol, den Kiwi, aber keinen der kleinen Laufvögel in freier Natur

Leider sehen wir nur ein Hinweisschild auf Neuseelands Nationalsymbol, den Kiwi, aber keinen der kleinen Laufvögel in freier Natur

Am Mount Bruce befindet sich das Pukaha Wildlife Center, das wir besuchen.

Long finned Eel - Langflossenaal

Long finned Eel – Langflossenaal

Der Neuseeländische Langflossenaal  gehört mit zu den längsten und langlebigsten Aalarten der Welt. Er wächst sehr langsam,  kann bis zu 180 Zentimeter lang und 25 Kilogramm schwer werden und ein Alter von 100 Jahren erreichen. Auf seiner Laichwanderung überwindet er große Distanzen von Tieflandgewässern bis zu Hochlandseen; männliche Tiere beginnen die Wanderung frühestens ab dem 12., weibliche ab dem 20. Lebensjahr.

Kalifornische Redwoods/Sequoia

Kalifornische Redwoods/Sequoia

In seiner Heimat in Nordkalifornien kann der Redwood bis zu 2000 Jahre alt, 730 Tonnen schwer und über 110 Meter hoch werden; er ist der größte Baum der Erde. In den 1920er Jahren suchte man für die Holzverarbeitung in anderen Ländern nach Bäumen, die in Neuseeland schneller wachsen würden als die hiesigen. Daraufhin pflanzte man die Sequoia mitten in den heimischen Wäldern an. Sie wuchsen gut, aber glücklicherweise wurden Ausweitungen dieser Versuche nie realisiert, denn der Redwood gehört nun einmal nicht hierher.

Kontrolliertes Sequoia-Wäldchen, das sich nicht weiter ausbreiten wird

Kontrolliertes Sequoia-Wäldchen, das sich nicht weiter ausbreiten wird

Regenwald-Bewuchs

Regenwald-Bewuchs

Kaka, eine bedrohte Papageienart

Kaka, eine bedrohte Papageienart

Die großen Waldpapageien gedeihen gut hier im Pukaha Forest. Aktuell leben etwa 140 wilde Kaka in freier Natur rund um das Wildlife Center. Nachmittags werden sie mit Käsehappen gefüttert und lassen sich dabei gut beobachten.

Gefräßige Kakas

Gefräßige Kakas

Mit diesem Volunteer laufen wir etwa eine Stunde durch den Park und erhalten viele Informationen. In dem Blechnapf befinden sich die heißbegehrten Käsewürfel, und es wimmelt nur so vor Waldpapageien.

Mit diesem Volunteer laufen wir etwa eine Stunde durch den Park und erhalten viele Informationen. In dem Blechnapf befinden sich die heißbegehrten Käsewürfel, und es wimmelt nur so vor Waldpapageien.

Kiwi-Gehege

Kiwi-Gehege

Eindrucksvoll informiert dieses Schild den Besucher über die Gefahren, denen Kiwis ausgesetzt sind. Vor der Besiedlung der Inseln hatte der Kiwi keine natürlichen Feinde. Frettchen, Wiesel, Ratten, Hermeline und das Opossum kamen mit den Frachtschiffen nach Neuseeland und verbreiteten sich rasch. Sie bedrohen den restlichen Bestand an Kiwis, und so versucht man, diesen ursprünglich nicht hier beheimateten Räubern durch Fallen und ausgelegtes Gift beizukommen.

Als wir schließlich das Wildlife Center verlassen, ist es bereits so spät, dass das Stonehenge Aotearoa vor unserer Nase schließt.

Stonehenge Aotearoa

Stonehenge Aotearoa

Stonehenge Aotearoa ist eine moderne Nachbildung des historischen englischen Stonehenge. Aotearoa ist der Name Neuseelands in der Sprache der Māori.
Dieses funktionelle moderne Bauwerk wurde in 18 Monaten von Freiwilligen in etlichen Arbeitsstunden erbaut und 2005 eröffnet. Es orientiert sich an den Traditionen der Māori: So bilden die Ringsteine auch einen polynesischen Sternenkompass, der auf die Navigationssterne zeigt, die Seeleute früher auf ihrem Weg von und nach Aotearoa brauchten.
Der Steinring hat einen Durchmesser von 30 Metern. Da historische Steinkreise für Faszination sorgen, soll Stonehenge Aotearoa Leute anziehen, denen in Führungen auch viel Māori-Kultur nahegebracht werden kann.

Über kurvenreiche Straßen fahren wir durch wunderschöne Landschaft

Über kurvenreiche Straßen fahren wir durch wunderschöne Landschaft

"Große Ferien" zu Weihnachten, denn hier ist Sommer

„Große Ferien“ zu Weihnachten, denn hier ist Sommer

Am 1. Weihnachtstag nehmen wir eine der Cook Strait Fähren zur Südinsel.

Fähre von Wellington nach Picton

Fähre von Wellington nach Picton

Einfahrt für Kraftfahrzeuge

Einfahrt für Kraftfahrzeuge

Santa on board - es weihnachtet sehr ...

Santa on board – es weihnachtet sehr …

Blick auf die Südinsel

Blick auf die Südinsel

Auf der Cook Strait Fähre

Auf der Cook Strait Fähre

Fährpassage durch den Queen Charlotte Sound

Fährpassage durch den Queen Charlotte Sound

Im Queen Charlotte Sound

Im Queen Charlotte Sound

Ein Gedanke zu „Neuseelands Nordinsel (3) – Bay of Plenty & Hawke Bay

  1. Chris

    Aloha Frank,
    das war ja ein wahnsinnig Naturverbundener Trip. Wie es aussieht hat der Mensch in Neuseeland und in Australien das gleiche erreicht, die Natur wie sie sich entwickelt hat durch Einwanderung zu gefährden. Die Art Deco Stadt muss echt ein wahnsinnig toles Erlebnis gewesen sein, ich erinnere mich noch wie schön das verwandte Modernisme in Barcelona ist.
    Wie waren eigentlich die Temperaturen, hattet ihr Glück und es war warm?

    Liebe Grüße
    Chris

    Antworten

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

5 + 5 =