Russland – St. Petersburg (3)

Peter-Paul-Festung

Peter-Paul-Festung

Die Bastion auf der Haseninsel ist dank der goldenen Nadel der Peter-Paul-Kathedrale weithin sichtbar. Das nur 870 Meter lange Inselchen wählten die Russen 1703 als Standort für ein Bollwerk, mit dem sie die Newa-Mündung beherrschen konnten. Zu keiner Zeit musste sich die Festung irgendwelcher Feinde erwehren.

Coffee to go in St. Petersburg :-)

Coffee to go in St. Petersburg 🙂

Bootstour

Bootstour

Bei strahlend blauem Himmel unternehmen wir eine Bootstour auf den Flüssen und Kanälen der Stadt. Mangels Sprachkenntnissen können wir der russischsprachigen Führung leider nicht folgen und müssen uns auf unseren Baedeker verlassen.

Über einen Kanal, der zur Newa führt, fahren wir an der Eremitage vorbei

Über einen Kanal, der zur Newa führt, fahren wir an der Eremitage vorbei

Strelka mit dem "griechischen Tempel" der Börse und Rostra-Säulen

Strelka mit dem „griechischen Tempel“ der Börse und Rostra-Säulen

St. Petersburger Moschee mit ihren 49 Meter hohen Minaretten

St. Petersburger Moschee mit ihren 49 Meter hohen Minaretten

Bei ihrer Eröffnung 1913 war die Sankt Petersburger Moschee die größte Moschee in Europa außerhalb des Osmanischen Reiches.

Sommerpalast Peter des Großen

Sommerpalast Peter des Großen

Russlands ältester Park von 1704 ist eine grüne Insel mitten in der Stadt – im buchstäblichen Sinn, denn den Sommergarten umfließt auf allen vier Seiten Wasser. Diese „Zaren-Datscha“, St. Petersburgs ältestes Steinhaus, hat drei Jahrhunderte unverändert überstanden.

Michaelsburg

Michaelsburg

Die Michaelsburg (russisch Миха́йловский за́мок) ist die einzige Zarenresidenz der Stadt, die nicht dworez (Palast), sondern samok (Burg) heißt. Repräsentativ, aber vor allem wehrhaft und sicher sollte die Burg Pauls I. sein, denn der Sohn Katharinas der Großen fürchtete seit seiner Krönung 1796 nichts mehr als eine Palastrevolte. Genutzt hat die Burg ihm nicht, denn 40 Tage nach seinem Einzug wurde er genau in diesem Gebäude in seinem Schlafzimmer von Verschwörern erdrosselt.

Fabergé Museum im Schuwalow-Palais

Fabergé Museum im Schuwalow-Palais

Fabergé-Eier sind die teuersten Überraschungseier der Welt 🙂 . Es gibt nur 71 Stück davon. 54 der einmaligen Kostbarkeiten wurden zwischen 1885 und 1917 im Auftrag der beiden letzten russischen Zaren von deren Hofjuwelier Fabergé angefertigt, der Rest ging an Privatkunden.

Fabergé-Ei in filigraner Halterung

Fabergé-Ei in filigraner Halterung

Bäumchen aus Halb-/Edelsteinen

Bäumchen aus Halb-/Edelsteinen

Ei mit Abbild Nikolaus' II. (1911)

Ei mit Abbild Nikolaus‘ II. (1911)

Jedes Jahr an Karfreitag übergab Fabergé ein oder zwei der filigran ausgearbeiteten Eier dem Herrscher, der sie an Ostern seiner Gattin oder Mutter schenkte.

Ei mit Uhr

Ei mit Uhr

Nikolaus II. mit zwei seiner Kinder

Nikolaus II. mit zwei seiner Kinder

Zehn Eier befinden sich heute im Moskauer Kreml, der Rest wurde nach dem Sturz der Zaren in alle Welt zerstreut, acht Eier gingen verloren.
Die mit 15 Stück – darunter elf „Zaren-Eier“ – größte Kollektion an Fabergé-Eiern kann im 2014 gegründeten Fabergé Museum bewundert werden. Der russische Oligarch Viktor Wechselberg kaufte einen großen Teil der Fabergé Sammlung im Ausland, um sie in Russland öffentlich zugänglich zu machen. Als die Stadt St. Petersburg ihm das Schuwalow-Palais am Ufer der Fontanka anbot, griff er zu und richtete hier nach siebenjähriger Renovierung das Museum ein.

Vielleicht das bekannteste Fabergé-Ei: Die überaus filigran gearbeitete Kutsche mit beweglichen Teilen passt in das goldene Ei

Vielleicht das bekannteste Fabergé-Ei: Die überaus filigran gearbeitete Kutsche mit beweglichen Teilen passt in das goldene Ei

Goldene Schale und kleine Eimer mit eingravierten Namen

Goldene Schale und kleine Eimer mit eingravierten Namen

Insgesamt 4000 Exponate umfasst die Sammlung heute, darunter auch wertvolle Goldschmiedearbeiten.

 

Mariinskij-Theater

Mariinskij-Theater

Was in der Kulturmetropole St. Petersburg die Eremitage für die bildende Kunst ist, das ist das Mariinskij-Theater für Oper und Ballett.
Das Mariinskij ist so erfolgreich und berühmt, dass es inzwischen mehrere Bühnen bespielt: Das klassisch-erhabene Stammhaus hat zwei Dependancen gleich nebenan, eine dritte steht in Wladiwostok.

Bereits das Gebäude, so heißt es, sei Grund genug für einen Kartenkauf: Der 1625 Zuschauer fassende Saal mit vier goldglänzenden Rängen, prächtigen barocken Logen und fürstlichen Foyers macht den Theaterbesuch zu einem Erlebnis, noch bevor sich der Vorhang hebt.
Leider treffen wir nur jemanden am Kartenverkauf; das Theater selbst ist geschlossen, sodass uns nur ein Blick auf das Modell bleibt …

Modell des Mariinskij-Theaters

Modell des Mariinskij-Theaters

Beim weiteren Bummeln durch das Admiralitätsviertel erhebt sich an der malerischen Kreuzung zweier Kanäle eine der schönsten Kirchen der Stadt; hier zeigt sich St. Petersburg seinem Etikett „Venedig des Nordens“ durchaus würdig.

Nikolaus-Marine-Kathedrale

Nikolaus-Marine-Kathedrale

Blickfang ist der separat stehende barocke Glockenturm der Nikolaus-Marine-Kathedrale, etwa einhundert Meter von dem Kathedralenbau entfernt, von dem man nur drei der fünf goldenen Kuppeln sieht, die sich über die vorgelagerten Gemeindegebäude erheben.

Der Komplex wirkt wie eine stille Klosteranlage im Grünen, und es dauert eine Weile, bis wir den Eingang zum Gelände entdecken.

Diese Kathedrale mit ihrem kreuzförmigen Grundriss war immer die Hauptkirche der Marinesoldaten und Schiffbauer.
Sie beherbergt zwei Kirchen übereinander: eine niedrige, im Winter leicht zu beheizende Unterkirche und eine hohe und lichte Oberkirche.

Blick in die schöne Unterkirche

Blick in die schöne Unterkirche

Die üppige Ausgestaltung der Oberkirche kann man leider nur während der Messen am Wochenende sehen.

Noch nicht hinreichend fußlahm kommen wir nach einer guten Stunde zur Bankbrücke, der angeblich hübschesten Brücke der Stadt, die in einer Biegung den Gribojedow-Kanal quert. Vier mystisch wirkende Greifen mit goldenen Flügeln halten das Tragwerk des pittoresken Fußgängerstegs in ihren Mäulern – eigentlich, denn dummerweise sind sie zurzeit aufgrund von Restaurierungsarbeiten verhüllt.

Teilweise verhüllte Bankbrücke

Teilweise verhüllte Bankbrücke

Zum Abschluss unseres interessanten Aufenthaltes im wunderbaren St. Petersburg schlendern wir ein letztes Mal den Newskij Prospekt entlang zu unserer Unterkunft, denn am nächsten Tag fliegt Katrin nach Hause und ich fahre weiter Richtung Moskau.

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