Vilnius

Nach der Ankunft gibt es wie immer eine schnelle Dusche, und die Motorradklamotten werden zum Trocknen aufgehängt. Dann gehen wir in die Altstadt, um einen ersten Eindruck im abendlichen Licht zu bekommen und ein kühles Bier zu trinken!

Heißluftballons steigen in den abendlichen Himmel

Heißluftballons steigen in den abendlichen Himmel

Wir essen in einem Straßenlokal in der Vokiečių gatvė, als nacheinander 16 verschiedenfarbige Heißluftballons hinter dem Rathaus aufsteigen – was für ein schönes Bild!

Die litauische Hauptstadt mit 550.000 Einwohnern liegt im Südosten des Landes, nur 20 Kilometer von der weißrussischen Grenze entfernt. Vilnius ist eine Stadt der Kirchen; allein vierzig sind es in der rund zwei Quadratmeter großen Altstadt.
Um 1316 gründete der Großfürst Gediminas die Stadt an den Flüssen Vilnia und Neris und verlegte sieben Jahre später seine Residenz aus dem nahen Trakai hierher. Gediminas lud deutsche Kaufleute ein, sich in der künftigen Handelsstadt zwischen Schwarzem Meer und Ostsee niederzulassen.
1579 wurde die Universität gegründet, die für ein lebhaftes Kulturleben sorgte, an dem auch immer mehr Juden teilhatten, die seit dem 14. Jahrhundert in der Stadt siedeln durften.
1941 wurde Vilnius durch die Nazis besetzt; sie richteten das Kleine und das Große Getto ein, in denen bis 1943 40.000 jüdische Bürger starben.
Die Rote Armee befreite Vilnius 1944, terrorisierte die Menschen aber auf ihre Weise. Während der Sowjetherrschaft wurden 63.000 Litauer nach Sibirien verbannt, die als Intellektuelle, Politiker oder Fabrikanten eine Gefahr für die Kommunisten darstellten.
Als Litauen 1990 seine Selbstständikeit verkündete, begrüßten die Zeitungen euphorisch die „Rückkehr des Landes aus Sibirien“.
Seither wurden große Teile der Altstadt sorgfältig restauriert, die seit 1994 zum UNESCO Weltkulturerbe zählt.

Tor der Morgenröte

Tor der Morgenröte

Das 1503 erbaute Tor der Morgenröte ist das einzige noch erhaltene von den einst neun Toren der Stadtmauer. Über dem Torbogen errichtete man 1829 die klassizistische Kapelle für das verehrte Bildnis der „Barmherzigen Muttergottes“.
Da die Kapelle eine bedeutende Pilgerstätte osteuropäischer Katholiken ist, ist die Straße in der Regel voller Reisegruppen, was wir des öfteren beobachten.

Die Straße, die wir nach Durchqueren des Tores betreten, ist die Aušros Vartų gatvė. Sie ist von vielen Kirchen gesäumt.

Philharmonie

Philharmonie

Vorbei an dem 1902 errichteten Bau der Philharmonie kommt man zum früheren Basiliuskloster, das sich mit einem schönen barocken Tor präsentiert.

Portal des ehemaligen Basiliusklosters

Portal des ehemaligen Basiliusklosters

Kasimirkirche

Kasimirkirche

Die Kasimirkirche ist dem litauischen Schutzheiligen Kasimir geweiht. Der hatte sich 1471 gegen seinen Rivalen Matthias Corvinius als König von Ungarn nicht behaupten können und daraufhin ein Keuschheitsgelübde abgelegt.

Rathausplatz, vom Rathaus aus gesehen

Rathausplatz, vom Rathaus aus gesehen

Rathaus

Rathaus

Im alten jüdischen Viertel

Im alten jüdischen Viertel

Denkmal für den Gaon Elia ben Salomo Salman

Denkmal für den Gaon Elia ben Salomo Salman

Wo einst die Große Synagoge von 1635 stand, befindet sich heute ein Denkmal für den Gaon Elia ben Salomo Salman, einen der größten Talmud-Gelehrten des 18. Jahrhunderts.

Synagoge von Vilnius

Synagoge von Vilnius

Die Vilniuser Choralsynagoge von 1903 ist durch zwei Zäune sowie verschlossene Tore gesichert, und ein Besuch ist zurzeit nicht möglich. Es ist beschämend, dass es offenbar notwendig ist, jüdische Gotteshäuser heutzutage abzusichern!

Glockenturm der Johanneskirche

Glockenturm der Johanneskirche

Malerisch in die Universitätsanlage integriert ist der Glockenturm der Johanneskirche. Mit 68 Metern Höhe ist er eines der höchsten Bauwerke der Altstadt, und wir begeben uns hinauf.
Die Universität besteht aus mehreren miteinander verbundenen Gebäuden, die sich um zwölf Innenhöfe gruppieren – eine Stadt in der Stadt.

Blick auf zwei der Innenhöfe der Uni und die Parlamentsgebäude (grüne Dächer)

Blick auf zwei der Innenhöfe der Uni und die Parlamentsgebäude (grüne Dächer)

Berg der Drei Kreuze

Berg der Drei Kreuze

Auf dem Drei-Kreuze-Berg stand im 14. Jahrhundert eine Burg, die 1390 von Kreuzrittern abgebrannt wurde. Einer Sage entsprechend wurden daraufhin drei Kreuze zum Andenken an die getöteten Franziskaner aufgestellt. 1916 montierte man drei massive Betonkreuze, die die Sowjets 1950 sprengten. 1989 wurden die drei Kreuze als Symbol des Strebens nach Freiheit wiederhergestellt.

Foucaultsches Pendel im Turm der Johanneskirche

Foucaultsches Pendel im Turm der Johanneskirche

Das foucaultsches Pendel weist die Erdrotation nach. Der Aufhängepunkt des Pendels befindet sich im ersten Stock des Glockenturms. Wir verfolgen, wie das Pendel schwingt und der an einem dünnen Drahtseil hängende, kiloschwere runde Pendelkörper sich im Kreis über einem Ziffernblatt aus Marmor bewegt. Im Laufe eines Tages ändert der schwingende Pendelkörper seine Position, was als Nachweis für die Erdrotation gilt.

Gotisches Ensemble aus Annen- und Bernhardinerkirche

Gotisches Ensemble aus Annen- und Bernhardinerkirche

Beim Anblick der links stehenden Annenkirche soll Napoleon gesagt haben: „Wenn ich könnte, würde ich diese Kirche auf Händen nach Paris tragen.“ Leider wissen wir nicht, was Napoleon im Innern der Kirche sah, denn sie ist Besuchern vorenthalten und steht ausschließlich Betenden zur Verfügung.

Orthodoxe Kirche der „Jungfräulichen Mutter Gottes“

Orthodoxe Kirche der „Jungfräulichen Mutter Gottes“

Republik Užupis

Republik Užupis

Das Stadtviertel Užupis ist eine Republik der Künstler, die ihre eigene Hymne und Verfassung, einen eigenen Präsidenten und Bischof haben. Es gibt hier etwa 2000 Bewohner, zwei Kirchen, einen Friedhof und sieben Brücken, und auf dem zentralen Platz steht die Skulptur „Schutzengel von Užupis“.

Kathedrale Vilnius

Kathedrale Vilnius

Der Kathedralenplatz ist ein für Vilnaer Verhältnisse ungewöhnlich weitläufiger Platz und heute ein beliebter Treffpunkt. Früher stand an dieser Stelle bereits ein Tempel; die heutige Kathedrale entstand im 18. Jahrhundert in Form eines griechischen Tempels mit einem von sechs dorischen Säulen getragenen Vorbau. Leider ist die vordere Seite zurzeit mit einem Gerüst versehen.

Der abseits stehende, bizarr geneigte Glockenturm entstand durch Einbeziehen eines Wehrturms der Unteren Burg. Auf den ursprünglich runden Turm mit seinen Schießscharten setze man im 16. Jahrhundert drei achteckige Geschosse im Stil der Renaissance.

Gediminashügel

Gediminashügel

Neben der Unteren Burg gab es auch eine Obere Burg, und die befand sich auf dem Gediminashügel. Es gibt dort eine Aussichtsplattform, aber der Hügel ist zurzeit aufgrund von Befestigungsarbeiten weder mit der Standseilbahn noch zu Fuß erreichbar.

 Vor dem Gediminashügel: Litauens Nationalmuseum

Vor dem Gediminashügel: Litauens Nationalmuseum

Auf der Mindaugo Brücke über den Fluss Neris

Auf der Mindaugo Brücke über den Fluss Neris

Einholen der Flaggen vor dem Präsidentenpalast

Einholen der Flaggen vor dem Präsidentenpalast

Vom Turm der Johanneskirche auf dem Universitätsgelände sahen wir vorhin eine feierliche Ansprache vor dem Präsidentenpalast anlässlich des 100jährigen Bestehens der Republik Litauen, bei der auch die Präsidentin Dalia Grybauskaitė zugegen war.

Nun werden die Flaggen eingeholt, die anlässlich der Feierstunde gehisst worden waren. Die Soldaten üben das offenbar noch, was wir daran erkennen, dass sie einige Abläufe mehrfach wiederholen müssen und der taktangebende Trommler bereits ein Grinsen auf dem Gesicht hat …

Internationale Glückwünsche zum 100jährigen Bestehen der Republik

Internationale Glückwünsche zum 100jährigen Bestehen der Republik

Kirche der Heiligen Katharina

Kirche der Heiligen Katharina

Die Kirche der Heiligen Katharina, eine der schönsten des Spätbarocks, erhielt ihr heutiges Aussehen nach dem großen Brand von Vilnius im Jahre 1737.
In der Sowjetzeit diente sie als Lagerhaus. Nach der Restaurierung 2006 wurde die Kirche zu einem Kulturzentrum, in dem heute Konzerte stattfinden.

Ungewöhnlich anmutender Eingang zum Staatstheater

Ungewöhnlich anmutender Eingang zum Staatstheater

Nach 14,5 Kilometern zu Fuß beenden wir unsere Rundtour durch Litauens schöne Hauptstadt.

 

Von Tartu nach Vilnius

Die Strecke von Tartu im Osten Estlands ins litauische Vilnius nahe der weißrussischen Grenze umfasst gut 550 Kilometer, sodass wir eine Übernachtung im lettischen Sigulda einplanen.
Wir verlassen Tartu und wählen bevorzugt kleinere Straßen durch landschaftlich reizvolle Gegenden mit vielen Seen.

Am Pühajärvs - "Heiligensee"

Am Pühajärvs – „Heiligensee“

Weg nach Otepää

Weg nach Otepää

Otepää ist eine Kleinstadt, die von Hügeln umrahmt wird, in deren Tälern zahlreiche Seen liegen. Im Winter herrscht hier richtig Betrieb. Höhepunkt ist der Tartu Marathon Mitte Februar, bei dem die Skiläufer 63 Kilometer bis ins Ziel nach Elva zurücklegen müssen.

Im Biathlonzentrum Otepää

Im Biathlonzentrum Otepää

Der zwei Kilometer entfernt liegende See Pühajärvs mit seinen romantischen Buchten und verwunschenen Badeplätzen gilt als einer der schönsten des Landes.

Eine Viertelstunde nach Verlassen der Stadt entdecken wir zufällig – versteckt in einem Waldstück liegend – eine kleine orthodoxe Kirche.

Kleines Schmuckstück in der Mitte von nirgendwo

Kleines Schmuckstück in der Mitte von nirgendwo

Wir machen einen kleinen Umweg über Sangaste.

Schloss Sangaste

Schloss Sangaste

Das Schloss in seiner verschachtelten Backsteinarchitektur und der Park von Sangaste wurden nach dem Vorbild des britischen Königsschlosses Windsor Castle angelegt. Alle 99 Zimmer sind inzwischen renoviert, und man findet hier ein angenehmes Plätzchen zum Übernachten.

In der Stadt Valga überqueren wir die Grenze nach Lettland, die mitten durch die Stadt verläuft und gänzlich unauffällig ist.

Stopp zum Regensachen Anziehen

Stopp zum Regensachen Anziehen

Es regnet zu stark, als dass wir ohne Regenkleidung weiterfahren könnten. Eigentlich ist’s egal, denn sowohl mit als auch ohne Regenklamotten werden wir nass bis auf die Haut werden, da es so warm ist.

Und so kommen wir völlig verschwitzt in Sigulda an. Die knapp 12.000 Einwohner zählende Stadt liegt nur 50 Kilometer von Rīga entfernt im Gauja-Nationalpark.

Laima-Uhr auf dem Bahnhofsplatz in Sigulda

Laima-Uhr auf dem Bahnhofsplatz in Sigulda

Häuser ohne Nachbarschaft

Häuser ohne Nachbarschaft

Einsam gelegene Gehöfte sind auch während der Weiterfahrt vertraute Anblicke.

Anders dagegen dieses Bauwerk nahe der lettisch-litauischen Grenze, zu dem wir einen Abstecher machen.

Schloss Rundāle

Schloss Rundāle

Schloss Rundāle mit seinen 138 Zimmern und dem nach allen Regeln französischer Gartenbaukunst angelegten Park eifert in Pracht und Prunk dem französischen Vorbild Versailles nach. Der kurländische Herzog Ernst Johan Biron ließ das Schloss im 18. Jahrhundert bauen. Viel Zeit, Rundāle zu genießen, hatte er allerdings nicht. Das Schloss verwaiste, als er seinen Weg in die sibirische Verbannung antrat. Der Palast wurde mehrfach geplündert, als Lager, Lazarett oder Internat zweckentfremdet, bevor 1972 die Restaurierungsarbeiten begannen.

Burg Bauska

Burg Bauska

Bauska ist ein verschlafenes Provinznest, in dem wir tanken und einen Blick auf die Ordensburg werfen. 1443 auf einer Felsnase am Zusammenfluss von Mēmele und Mūša errichtet diente die Festung im Laufe ihrer Geschichte noch Polen, Schweden und Russen, bevor sie während des Nordischen Krieges 1706 zerstört wurde. Die Restaurierung versetzte die Burg in ihren mittelalterlichen Originalzustand.

An der Grenze, diesmal in einer Baustelle ...

An der Grenze, diesmal in einer Baustelle …

Tartu

Die heutige Strecke von Tallinn nach Tartu ist nicht allzu weit, sodass wir nicht die direkte Route nehmen, sondern erst einmal nach Osten fahren. Die Burgruine in Rakvere erkennt man an ihrer markanten Silhouette schon von weitem, und wir machen einen kurzen Zwischenstopp.

Burgruine Rakvere

Burgruine Rakvere

Unvermittelt geraten wir in eine Baustelle, in der eine Rückwärtsuhr anzeigt, dass die Rotphase der Baustellenampel 8:30 Minuten dauern wird. Es ist mörderisch heiß und kein bisschen Schatten vorhanden!

Lange Wartezeit an der Baustelle

Lange Wartezeit an der Baustelle

An der Mündung des dunkel dahinfließenden Mustvee (Schwarzes Wasser) liegt der gleichnamige Ort am Peipussee, dem fünftgrößten See Europas. Hier machen wir eine Trinkpause; inzwischen hat das Mineralwasser etwa die Temperatur des Tees in der Thermosflasche.

Viel zu warm!

Viel zu warm!

Durch die Mitte des Peipussees verläuft die Grenze zu Russland. Das Wasser ist durchschnittlich nur acht Meter tief; dadurch erreicht es im Sommer rasch Badetemperatur und friert im Winter schnell zu.

Peipussee

Peipussee

Südwestlich liegt Tartu, mit fast 100.000 Einwohnern die zweitgrößte Stadt Estlands. Die Stadt am Ufer des Emajõgi beansprucht, das intellektuelle und kulturelle Zentrum des Landes zu sein, auch darum, weil sie die älteste estnische Universität hat.

Universität Tartu

Universität Tartu

Hier in Tartu studiert der angehende Lehrer, an dessen Stadtführung in Tallinn wir teilgenommen haben.

Rathaus von Tartu

Rathaus von Tartu

Der lang gestreckte Rathausplatz bildet das Zentrum der Altstadt zwischen Fluss und Domberg.

„Küssende Studenten“

„Küssende Studenten“

Den Brunnen vor dem Rathaus schmücken ewig „Küssende Studenten“.

Gebäude am Rathausplatz

Gebäude am Rathausplatz

Skulptur „Vater und Sohn“

Skulptur „Vater und Sohn“

Die Skulptur „Vater und Sohn“  wurde 1977 geschaffen, 1987 in Bronze gegossen und sollte ursprünglich in Tallinn aufgestellt werden. Die Stadt Tartu kaufte die Skulptur 2001, und am Kindertag 2004 wurde sie in der Küüni-Straße aufgestellt. Sie stellt wohl den Bildhauer Ülo Õun selbst mit seinem anderthalbjährigen Sohn dar.

Observatorium auf dem Domberg

Observatorium auf dem Domberg

Das 1810 erbaute Observatorium gehörte zu den bedeutendsten des 19. Jahrhunderts, denn der Astronom Friedrich Georg Wilhelm Struve ließ hier eines der besten Fernrohre damaliger Zeiten installieren.

Blick vom Domberg auf das Rathaus

Blick vom Domberg auf das Rathaus

Museum anatomicum

Museum anatomicum

Engelsbrücke

Engelsbrücke

Zwei Brücken finden sich am Domberg: Die neoklassizistische Engelsbrücke von 1838, deren Inschrift „Otium reficit vires“ den Passanten den Rat „Muße stärkt die Kräfte“ gibt sowie ihr Pendent, die Teufelsbrücke von 1913, die wir erst, nachdem wir uns durchgefragt haben, finden.

Hier ist ja die Teufelsbrücke!

Hier ist ja die Teufelsbrücke!

Domkirche

Domkirche

Die Domkirche, an der vom 13. bis 16. Jahrhundert gebaut wurde, gehört zu den bemerkenswerten Sakralbauten der Backsteingotik im Baltikum.

Ruinen der Domkirche

Ruinen der Domkirche

Selbst die monumentalen Ruinen der einst 97 Meter langen dreischiffigen Kathedrale sind äußerst beeindruckend. Der Livländische Krieg und ein Brand im Jahr 1624 zerstörten die Kirche.
Zu Beginn des 19. Jahrhunderts baute man den Chorraum dann zur Universitätsbibliothek um.

Die Inschrift an der Engelsbrücke entdecken wir beim Verlassen des Domberges

Die Inschrift an der Engelsbrücke entdecken wir beim Verlassen des Domberges

Unterhalb liegt der Pulverkeller, der 1767 auf Geheiß Katharinas II. als Munitionslager in den Berg gegraben wurde. Heute wird in dem Gewölbe gute estnische Küche serviert.

Gastronomie im einstigen Pulverkeller

Gastronomie im einstigen Pulverkeller

Johanneskirche

Johanneskirche

Die Johanneskirche ist wohl Estlands bedeutendste Backsteinkirche. Mit dem Bau wurde wahrscheinlich Ende des 13. Jahrhunderts begonnen. Sie brannte 1944 völlig aus und konnte erst 1989 bis 2005 wieder aufgebaut werden.

Portal der Johanneskirche - Stein auf Stein wieder aufgebaut - mit Terrakottafiguren in Vollendung

Portal der Johanneskirche – Stein auf Stein wieder aufgebaut – mit Terrakottafiguren in Vollendung

Skulptur "Oscar Wilde und Eduard Vilde"

Skulptur „Oscar Wilde und Eduard Vilde“

Die doppelte Skulptur vor dem Café Wilde hat Charme. Beide Schriftsteller gehören zur gleichen Generation und hätten sich theoretisch Ende des 19. Jahrhunderts so unterhalten können.

Das Schiefe Haus

Das Schiefe Haus

Blickfang des Rathausplatzes ist das Schiefe Haus, an dem wir abends am Ende unseres Rundgangs angelangen. Das um 1812 errichtete Gebäude neigt sich zur Seite, da der Untergrund sumpfig ist und es – anders als die Nachbarhäuser – nicht ausreichend durch Holzpfähle gestützt wurde.