Das Autonome Gebiet Guangxi 廣西 / 广西

Seit 1958 ist Guangxi mit der Hauptstadt Nanning ein autonomes Gebiet der Zhuang-Nationalität im Süden der Volksrepublik China. Im Südwesten grenzt Guangxi auf einer Länge von 1.020 Kilometern an Vietnam, das nächste Land auf meiner Reise.

Nach gut 90 Fahrradkilometern erreiche ich Guilin. Hier schlängeln sich neben dem Fluss Lijang mehrere Seitenarme, Nebenflüsse und Kanäle durch die Stadt, die von einem ganzen Gürtel von Bergen mit bizarren Felsformationen umgeben ist.

Fluss Lijang

Fluss Lijang

Zubereitung meines Essens

Zubereitung meines Essens

Abendessen mit leckeren Erbsenschoten

Abendessen mit leckeren Erbsenschoten

Zwischen Guilin und Xingping fließt der Lijang durch eine imposante Landschaft voller steiler Bergspitzen, die aus dem Boden ragen und bizarre Gesteinsformationen zu beiden Seiten des Flusses bilden.

Fluss in der Karstlandschaft

Fluss in der Karstlandschaft

2007 setze die UNESCO die Karstlandschaften in Südchina, die eine der größten zusammenhängenden Karstgebiete weltweit darstellen, auf die Liste der Weltnaturerben. Karst sind unter- und oberirdische Kalksteinformationen, die vor über 280 Millionen Jahren, als das Himalaya-Gebirge sich auffaltete, angehoben wurden und eigenwillige und oft geheimnisvoll aussehende, natürliche Kunstwerke formen. Der Meeresboden wandelte sich in dem Zuge zu Festland.
Auch die Karstgegend in dem Gebiet Guangxi ist Heimat zahlreicher bedrohter und nur hier endemischer Arten wie Steinadler oder chinesischer Moschushirsch und stellt Rückzugsgebiete vieler bedrohter Pflanzen- und Tierarten dar.

Der Weg nach Xingping setzt mir zu. Es geht viel bergauf, schüttet nur so, und ich werde nass bis auf die Knochen! Die Landschaft allerdings ist atemberaubend!

Anstrengende Tour nach Xingping

Anstrengende Tour nach Xingping

Fluss in den Karstbergen

Fluss in den Karstbergen

Schlechte Wegstrecke bergauf

Schlechte Wegstrecke bergauf

Auf schlechter Wegstrecke geht es bergauf; der Belag ist glitschig, nicht einfach zu fahren! Nach gut 70 Kilometern komme ich endlich in Xingping  an.

Karstberge um Xingping

Karstberge um Xingping

Märchenhafte Karstberge

Märchenhafte Karstberge

Hafen von Xingping

Hafen von Xingping

Urform des Frontantriebs

Urform des Frontantriebs

Dieses Fahrzeug wird auch heute noch in China gebaut! Das ist die Urform eines Frontantriebs.

Ich verlasse Xingping und gehe auf die Fähre.

Mit der Fähre über den Fluss

Mit der Fähre über den Fluss

Auf der Fähre

Auf der Fähre

Mitten auf dem Fluss

Mitten auf dem Fluss

Domestizierter Wasserbüffel unterwegs

Domestizierter Wasserbüffel unterwegs

Blick von einer Brücke

Blick von einer Brücke

Um 12 Uhr lege ich – wie üblich – eine Mittagspause ein, um zu skypen. Als jahrelanger erklärter Handygegner gestehe ich inzwischen meine Leidenschaft für mein Smartphone ein.

Übliche Mittagspause mit Mango, Bananen und Drachenfrucht sowie einem Pott Tee

Übliche Mittagspause mit Mango, Bananen und Drachenfrucht sowie einem Pott Tee

Karstberge

Karstberge

Hafenbecken mit Karstlandschaft

Hafenbecken mit Karstlandschaft

In der 370.000 Einwohner zählenden Stadt Lipu habe ich ein Zimmer im 14. Stock. Wenn ich rausschaue, blicke ich auf die Karstlandschaft.

Blick aus der 14. Etage auf Lipu, im Hintergrund die Karstberge

Blick aus der 14. Etage auf Lipu, im Hintergrund die Karstberge

 

Ein Gedanke zu „Das Autonome Gebiet Guangxi 廣西 / 广西

  1. Adolf Timmermann

    Hallo, Frank,
    vielen Dank für die drei neuen Informationen vom 18. Mai 2014. Alles ist so überwältigend, fremd und überraschend neu für uns – obwohl alt in der Region. Das Auto mit dem Vorderradantrieb, der Holzbückenbau ohne Nägel, die Anlage der Reisfelder, die Zusammenstellung der Speisen und …
    Du wirst aber wohl mit allem (!) fertig,. Ich frage mich, ob dein Kopf mit den vielen, ständig neuen Eindrücken das alles bewältigen kann. Den Bildern nach zu urteilen steckst du alles locker weg. Wahrscheinlich bildet deinInnenleben eine Routine. .Manche Besucher brauchen Tage, um den „König der Löwen“ im Hamburger Hafen zu verdauen.
    Vor einigen Tagen bin ich als Miglied einer kleinen Paddlergruppe auf der Örtze gewesen. Mnachmal hatte ich beim Durchpaddeln von dichtem Buschwerk den Eindruck, mich im Urwald zu befinden.
    Es fehlten nur noch Schlangen, Drachen, Krokodile und Papagaien, Von Menschen, Autos, Häusern … keine Spur. Wie in einer fremden Welt fühlte ich mich, weit von zu Hause. Da musste ich an dich denken. Mit dem Unterschied, dass ich drei Stunden später wieder in meiner sehr, sehr gewohnten Umgebung in Wietzenbruch wieder „auftauchte“.
    Hier in Celle geht es – wie immer – alles seinen Gang. Nein! Halt!. Seit zwei Tagen ist es sehr warm. Diese Veränderung muss der Normalbürger auch erst einmal bewältigen. Am besten lässt es sich im Schatten eines Baumes im Liegestuhl mit einem Abenteuerbuch aushalten. Gedanklich ein Abenteuer nach dem anderen bewältigen – und zwischendurch in die Küche gehen und ein kühles Glas Wasser trinken. Das ist doch fast ein Leben wie deines im fernen Osten – oder? … wohl nicht ganz.
    So, Frank, nun wünschen wir dir weiterhin eine abwechslungsreiche und unbeschwerte Reise durch das Land der aufgehenden Sonne – und freuen uns auf dein nächstes Kapitel.
    Viele Grüße sendet dir die Fan-Gemeinde vom Distelcamp in der Wietzenbronx Adolf, Leni, Kathrin und Felix

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